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Die 6 Grundprinzipien der GMP

Die 6 Grundprinzipien der GMP

09.01.2025

Warum GMP mehr ist als nur ein Regelwerk

In der Produktion von Arzneimitteln und Medizinprodukten geht es um mehr als nur Prozesse: Es geht um Sicherheit, Qualität und das Vertrauen der Konsumentinnen und Konsumenten. Gute Herstellungspraxis (GMP) bildet hierbei das Fundament. Doch was macht GMP so unverzichtbar, und wie setzt man es erfolgreich um?

Wenn Sie in der pharmazeutischen oder medizinischen Produktion arbeiten oder den Einstieg planen, ist dieser Leitfaden für Sie. Wir beleuchten die sechs Grundprinzipien von GMP – praxisnah und verständlich – und zeigen Ihnen, wie sie im Produktionsalltag angewendet werden können.

Unser DYNOsense pureNitrile DW++ 300 Handschuh dient in diesem Beitrag als fiktives Praxisbeispiel, um die Umsetzung der GMP-Grundsätze besser greifbar zu machen. Der Handschuh selbst wird nicht nach GMP-Vorgaben hergestellt, da dies nicht marktüblich ist. Dennoch hilft das Beispiel, die Anforderungen an GMP-geregelte Produktionsprozesse anschaulich zu erklären.

Die 6 wichtigsten Grundprinzipien der GMP

1. Klare Herstellungsprozesse

Jeder Schritt im Produktionsprozess muss exakt definiert, dokumentiert und geprüft werden, um eine konstant hohe Qualität sicherzustellen.

Beispiel: 
Bei der Produktion des DYNOsense pureNitrile DW++ 300 Handschuhs werden höchste Standards eingehalten. Vom Rohstoff bis zur Verpackung ist jeder Prozessschritt klar festgelegt. Besonders hervorzuheben ist die mehrfache Reinigung der Handschuhe mit deionisiertem Wasser, um den strengen Anforderungen der ISO-4-Reinraumklasse gerecht zu werden.

2. Voraussetzungen müssen erfüllt sein

Ein Produktionsstart erfolgt nur, wenn qualifizierte Fachkräfte, hochwertige Rohstoffe und präzise kalibrierte Maschinen bereitstehen.

Beispiel: Für die Produktion der DYNOsense Nitrilhandschuhe ist die Wahl des richtigen Materials essenziell. Das verwendete Nitril – ein synthetisches Soft-Nitrile-Polymer – ist latexfrei und puderfrei, um allergische Reaktionen zu vermeiden und höchste Reinraumstandards zu erfüllen. Neben der Materialauswahl werden die Maschinen sorgfältig kalibriert, und die Mitarbeitenden absolvieren spezifische Schulungen, um alle Prozesse präzise umzusetzen.

3. Schriftliche Anweisungen

Alle Arbeitsanweisungen und Verfahren müssen klar formuliert und schriftlich festgehalten sein. Dies stellt sicher, dass die Produktionsprozesse korrekt umgesetzt und Missverständnisse vermieden werden.

Beispiel: Die Herstellung des Nitrilhandschuhs erfolgt gemäss detaillierten Standard Operating Procedures (SOPs). Diese umfassen die Vorbereitung des Nitrils, die mehrfache Reinigung mit deionisiertem Wasser sowie alle Schritte der Qualitätskontrolle und Verpackung. Dadurch wird garantiert, dass die Partikelbelastung jederzeit die geforderten Standards einhält.

4. Zulassungskonforme Herstellung

Produkte dürfen nur in Verkehr gebracht werden, wenn sie den behördlichen Vorgaben entsprechen. So wird sichergestellt, dass Produkte sicher und wirksam sind.

Beispiel: Der DYNOsense Handschuh erfüllt in diesem fiktiven Szenario alle Anforderungen für Reinräume der ISO-Klasse 4. Um diese Standards zu erreichen, wird das Produkt kontinuierlich getestet – von der mikrobiologischen Reinheit bis hin zur Partikel- und Ionenkonzentration. Nur Produkte, die alle Tests bestehen, gelangen auf den Markt und können bedenkenlos in kontrollierten Umgebungen eingesetzt werden.

5. Beschwerden und Mängel prüfen

Beschwerden und Fehler müssen sofort analysiert und behoben werden, um die gleichbleibend hohe Produktqualität sicherzustellen.


Beispiel: Sollte es Beschwerden über den DYNOsense Handschuh geben, wie etwa eine mögliche Verunreinigung, wird der gesamte Herstellungsprozess überprüft. So kann die Ursache ermittelt und das Problem behoben werden, um die strengen Qualitätsanforderungen weiterhin zu erfüllen.

6. Kontamination verhindern

Die Vermeidung von Verunreinigungen ist essenziell, um die Sicherheit der Produkte zu garantieren.

Beispiel: Um die Partikelfreiheit der Handschuhe in einer GMP-geregelten Produktion zu gewährleisten, erfolgt die Herstellung in einer streng kontrollierten Umgebung. Mehrfache Reinigungsprozesse mit deionisiertem Wasser minimieren das Risiko einer Kontamination erheblich. Zusätzlich werden die Produktionslinien regelmässig inspiziert, und die Handschuhe werden in versiegelten Verpackungen geliefert, um ihre Reinheit auch nach der Herstellung sicherzustellen.

Die 12 wichtigsten Richtlinien der GMP

Das Säulendiagramm zeigt, worauf es bei der Guten Herstellungspraxis (GMP) ankommt: 12 unverzichtbare Richtlinien, die zusammen das stabile Fundament für sichere und hochwertige Produkte bilden. Jede Säule erfüllt eine zentrale Aufgabe – von Qualitätsmanagement über Hygiene bis zu Audits.

Das Dach symbolisiert das übergreifende Ziel: einheitliche und verbindliche Standards, die weltweit Vertrauen schaffen. Ein starkes Fundament verhindert Fehler und sichert die Gesundheit der Konsumentinnen und Konsumenten. GMP ist kein abstraktes Regelwerk, sondern die Basis für Qualität, die wirklich trägt.

Warum ist die Umsetzung von GMP so wichtig?

GMP ist weit mehr als ein Regelwerk – es ist eine Garantie für Sicherheit und Qualität. Ohne die klaren Prinzipien der Guten Herstellungspraxis könnten fehlerhafte oder unsichere Produkte den Weg auf den Markt finden, was fatale Folgen für die Gesundheit der Konsumentinnen und Konsumenten hätte.

Besonders für Einsteiger ist es essenziell zu verstehen, dass GMP nicht nur dem Unternehmen dient, sondern in erster Linie der Sicherheit der Patientinnen und Patienten. Es geht darum, Vertrauen zu schaffen – in Produkte, Prozesse und letztlich in die gesamte Branche. GMP schützt Leben, stärkt die Qualitätssicherung und setzt den Standard für verantwortungsvolles Handeln in der Produktion.

Tipps für den Einstieg in GMP

Der Einstieg in die Welt der Guten Herstellungspraxis (GMP) mag anspruchsvoll erscheinen, aber mit den richtigen Grundlagen schaffen Sie eine solide Basis für sichere und effiziente Prozesse. Hier einige Tipps, die Ihnen helfen, GMP-Richtlinien erfolgreich umzusetzen:

Schulungen organisieren: 

Investieren Sie in Schulungen – für sich selbst und Ihr Team. Gut geschulte Mitarbeitende verstehen nicht nur die GMP-Vorgaben besser, sondern setzen diese auch konsequent in der Praxis um.

Dokumentation perfektionieren: 

Dokumentieren Sie jeden Arbeitsschritt genau. Präzise Aufzeichnungen sind unverzichtbar, um die Rückverfolgbarkeit sicherzustellen und die Qualitätskontrolle zu stärken.

Sauberkeit und Hygiene priorisieren:

Sorgen Sie dafür, dass Ihre Arbeitsumgebung und Ausrüstung stets hygienisch einwandfrei sind. Sauberkeit ist eine der wichtigsten Voraussetzungen für die Einhaltung von GMP.

Risiken im Blick behalten

Seien Sie wachsam gegenüber potenziellen Gefahrenquellen. Arbeiten Sie aktiv daran, Risiken frühzeitig zu erkennen und konsequent zu minimieren.

Reinraumprodukte, die Sie unterstützen

Suchen Sie nach Produkten, die Ihre GMP-Umgebung optimal unterstützen? Unsere Reinraumlösungen wurden speziell entwickelt, um maximale Reinheit und Sicherheit zu gewährleisten.

Zum Beispiel: Der DYNOsense pureNitrile DW++ 300 Nitrilhandschuh erfüllt die höchsten Reinheitsanforderungen und ist ideal für GMP-geregelte Produktionsumgebungen.

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